Vielfalt akzeptieren: Endlich auch in Bayern Strukturen für Anti-Diskrimierung

Claudia Stamm, MdL fordert anlässlich des IDAHOT (Internationaler Tag gegen Homo-, Trans-, Inter- und Biphobie) in ihrem Antrag an die bayerische Staatsregierung eine*n Queer-Beauftragten für Bayern. Der IDAHOT findet jährlich am 17. Mai statt. Alle, die den Begriff "queer" noch nicht kennen, finden unten eine Erklärung dafür.

Bayern hat eine Vielzahl von Beauftragten, doch niemand kümmert sich um die Belange der queeren Community. Mit der Benennung einer oder eines Queer-Beauftragten der Staatsregierung soll sich der Freistaat zu sexueller Vielfalt und zur Akzeptanz queerer Lebensweisen endlich bekennen.

Eine oder ein Queer-Beauftragte/Beauftragter soll bayernweit systematisch bestehende Organisationen unterstützen und gezielte Aufklärungsprogramme aufbauen. Die Notwendigkeit zeigt der jüngste Überfall auf einen Schwulen im Münchner Glockenbachviertel. Zudem ist bundesweit eine Zunahme gruppenfeindlicher Einstellungen – unter anderem von Homo- und Transphobie – zu verzeichnen. Die Aktivitäten von Pegida und AfD sind ein Beleg dafür.

Deshalb hat Claudia Stamm anlässlich des Internationalen Tages gegen Homo-, Trans*-, Bi- und Interphobie einen Antrag gestellt.

Zur Pressemitteilung von Claudia Stamm, Mitglied des bayerischen Landtags

Zum Antrag "Vielfalt akzeptieren" an die bayerische Staatsregierung

Was bedeutet "Queer"?

"Queer" kommt aus der englischen Sprache und bezeichnet beispielsweise Handlungen und Personen, die nicht der "Norm" entsprechen. "Queer" wird somit auch als Sammelbegriff für Menschen verwendet, die nicht einer geschlechtlichen oder heterosexuellen Norm entsprechen - also für Homosexuelle, Transgender, Bisexuelle und Intersexuelle.

Werner Gaßner